Jeder kennt es in der Follower-Liste seiner sozialen Netzwerke. Jeder hat da jemanden, der/die immer wieder das gleiche Postet. Statische Inhalte. In archivischer Terminologie wären das massenhaft gleichförmige Posts. Davon wäre nur ca. 1% Archiv/Sehenswürdig. 

In Torsten Sträters Buch “Selbstbeherrschung umstandshalber abzugeben” gibt es eine Geschichte namens “Gudrun”. Dort wurde der Facebook-Status “HEUTE Gemüseauflauf!!! NICE!” zitiert. Kommentar vom Sträter: “Irgendein Spinner teilt seinen 700 Stalkern mit, dass er zu doof zum Döneressen ist.” Ich denke hier wird klar, was damit gemeint ist.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Informationen und Beiträge im Social Web aufbereitet werden sollten, und zwar nicht nach dem Schema F. Der mittlerweile verhassteste Facebook-Smily ist “Voll motiviert” – Er wird zu inflationär genutzt. Bloße Informationen sollten mit Bildern oder Kommentaren, Links oder Videos angereichert werden.

Spezielle Tipps:

Facebook:

  • Profilbild – sollte gut zu erkennen sein.
  • Texte sollten kurz und knackig formuliert werden und ggf. mit einer Frage oder Aufforderung abschließen.
  • Hashtag – Max. 3-4 im Text oder am Ende einfügen.
  • Links – Am Ende platzieren. Und ja keine URL-Shorter. Mit diesen kann leicht auf Homepages mit unseriösen Inhalten verlinkt werden und man sieht es vorher nicht. Auch können diese auf Seiten mit Viren verweisen.
  • Bilder oder Videos sollten die Zielgruppe ansprechen. Als Formate sollten JPEG/GIF bzw. mp4/Youtube-Links eingebunden werden. Diese sollten in niedriger Auflösung hochgeladen werden, um die Ladezeit von mobilen Endgeräten zu verkürzen.
  • Auf Kommentare innerhalb von 24 Stunden reagieren und auf die Kommentare adäquat eingehen.
  • Optimale Posting-Zeit ist in Deutschland zwischen 20 und 7 Uhr.

YouTube:

  • Videoformat – 720p oder 1080p. Damit hat man HD-Qualität erreicht. 
  • Anzeigebild – ansprechendes und scharfes Anzeigebild.
  • Videos mit niedriger Auflösung für mobile Endgeräte nutzen.
  • Überschrift mit max. 65 Zeichen. Knackige Überschrift und wichtige Keywords.
  • Infotext – In dem Beschreibungstext wichtige Keywords einbinden und auf Social Media Kanäle hinweisen.
  • Tags auswählen.
  • Videos zum Kommentieren, Liken, Teilen und Einbinden freigeben.
  • Auf Kommentare innerhalb von 24 Stunden reagieren und auf die Kommentare adäquat eingehen.

Twitter:

  • Tweets sollen kurz und knackig formuliert werden. Ggf. Frage oder Aufruf beinhalten.
  • Wenn Möglich ca 10 bis 15 Zeichen für Retweets frei lassen. 
  • Hashtag – Max. 3-4 im Text oder am Ende einfügen.
  • Wenn Platzprobleme entstehen, ist einen Master-Tweet zu erstellen. Den Link zu diesem Tweet kopieren und in einen neuen Tweet einbinden. 
  • Links – Am Ende platzieren. Und ja keine URL-Shorter. Mit diesen kann leicht auf Homepages mit unseriösen Inhalten verlinkt werden und man sieht es vorher nicht. Auch können diese auf Seiten mit Viren verweisen.
  • Influencer – Accounts und Fachleute usw. direkt mit @ ansprechen.
  • Die optimale Zeit für Tweets sind in Deutschland Mo – Fr. 7-10 und 16-18 Uhr.

Pinterest:

  • Influencer – Pins via Facebook, Mail und Co. an wichtige Influencer und Freunde senden. Auch Posts über Facebook und Twitter teilen. 5-10 wichtige Influencer sind optimal.
  • Farbe – Farbige Bilder kommen 10x mehr Repins als Schwarz-Weiß-Bilder. Dominante Farben wie Rot, Grün und Pink sind besonders beliebt.
  • Hintergrund – sollte weniger als 40% der gesamten Bildfläche einnehmen.
  • Bildformate – Optimal sind Bilder im Hochformat, 2:3 oder 4:5.
  • Beschreibung – kurz und knackig formulieren.
  • Keywords – 2-3 in die Beschreibung einfügen.
  • Auf Kommentare innerhalb von 24 Stunden reagieren und auf die Kommentare adäquat eingehen.

Schwierige Posts gab es auf dem inzwischen eingestellten Facebook-Account vom Landesarchiv Niedersachsen. Hier bestanden 80% der Posts aus Meldungen, dass in bestimmten Dienststellen die Bereitstellung von Akten nicht Möglich ist. Es zeigt, dass eine gute Idee nicht immer gut umgesetzt wird. 

Es gibt es mehrere Möglichkeiten, warum ein Account statisch werden kann:

  • Kaum Content
  • Mangelnde Kreativität
  • Zu wenige Ressourcen (Personal etc.)

Als Faustregel gilt: Wenn man nichts zum Posten hat, sollte man nichts Posten. Wenn man mit Gewalt versucht, jede kleine Information aufzubauschen, springen die Follower ab.

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