Auf der Tagung „Offene Archive 2.1“  am 3. und 4. April 2014 im Hauptstaatsarchiv Stuttgart wurde in der Abschlussdiskussion aus einem Beitrag die Fragestellung wiederholt, wie man die Nutzer an dem Social-Media-Workflow zu partizipieren bringt.

Wie macht man das? Wie kriegt man die Nutzer dazu, die Beiträge zu kommentieren, zu interagieren?

Für Facebook, twitter und andere Social-Media-Accounts gibt es ein paar sehr einfache Maßnahmen.

  1. Auf der Homepage den Account verlinken

  2. bedeutende Accounts mit vielen Followern (z. B. Von Universitäten usw.) liken

  3. Accounts von ähnlichen Institutionen liken

  4. Accounts mit regionalem Bezug (Bezug auf den Archivsprengel) liken

Damit lässt sich in der potentiellen Nutzercommunity der Account recht schnell bekannt machen.

Nun kommen wir zu den etwas ausgewogeneren Social-Media-Werkzeugen – den Blogs.

Bei dem zu bloggenden Inhalten kommt es auf zwei Fragen an:

  1. Welche Zielgruppe möchte ich bedienen?

  2. Was ist der Mehrwert für den Leser?

Der zweite Punkt ist dabei fast wichtiger als die Zielgruppe. Exklusive Informationen, Checklisten oder Informationen, welche so eher selten zusammengestellt zur Verfügung stehen. Sowas zieht das Interesse auf sich.

Ein anderer wichtiger Aspekt ist die Geduld. Ein erfolgreicher Blog wächst nicht von heute auf morgen. Erst allmählich spricht sich sowas rum. Der digitale Datenverkehr ist zwar schnell, aber so schnell geht das nun auch wieder nicht!

Das Internet hat nicht auf Ihren Blog gewartet. Man muss selbst aktiv werden, um den Blog bekannter und für Suchmaschinen relevant zu machen. Zu Beginn ist Ihr Blog erst einmal unbekannt, die ersten Leser werden eher zu Ihnen kommen, weil sie einem Link bei Facebook folgen oder einen Sachverhalt oder ein Problem googeln und auf Ihrer Seite landen. Damit diese überhaupt gefunden wird, sollte Ihr Blog z.B. auf anderen Blogs verlinkt sein. Dies erreichen Sie z.B. indem Sie auf anderen Blogs sinnvolle Kommentare hinterlassen und dabei die URL Ihres eigenen Blogs mit eintragen (dafür gibt es immer ein Feld in den Kommentaren). Aber es sollten sinnvolle Backlinks gesetzt werden. Je mehr das nach Werbung aussieht, desto eher wird der Link NICHT angeklickt.

Sie können auch andere Blogger bitten, Ihren Blog in die “Blogroll” mit aufzunehmen. Diese Liste ist ein Standard-Tool in Blogs und verlinkt ähnliche oder interessante Blogs. Dazu müssten Sie aber bereits Blogger kennen oder Ihre Inhalte sind bereits so gut, dass jemand freiwillig auf Ihren Blog verlinkt. Wenn das der Fall ist, fragen Sie ruhig aktiv andere Blogger, ob man sich auf diesem Weg gegenseitig verlinken möchte.

Das besondere an Blogs: Durch die Technik von Pingbacks und Trackbacks kommt Ihnen auch das Verlinken anderer Blogs direkt zugute! Daher lohnt es sich in jedem Fall, auch auf andere Blogs zu verlinken.

Als nächstes sollte man die bequemlichkeit der Nutzer nutzen. Wie wir Archivare alle wissen, googln die Nutzer lieber oder schauen auf wikipedia vorbei, anstatt die Findbucheinleitung zu lesen und damit die Bestands- oder Behördengeschichte zu erfahren.

Das lässt sich zum eigenen Nutzen ausnutzen! Finden Sie für Ihr Archiv heraus, wonach die Leute googln und nutzen Sie diese Fragen als Überschrift von Artikeln die genau diese Probleme lösen. Sie werden sehen: Die Leute kommen zu Ihnen. Um zu wissen wonach Leute googln, tippen Sie einfach mal Fragen wie “Wie kann ich…” bei Google ein und schauen Sie was google vorschlägt. Dementsprechend lassen sich Blogüberschriften anpassen.

Um dann auch gefunden zu werden, müsste der eigene Blog indexiert werden. Das kann dauern – es sei denn, man hilft beim Major-Player ein bisschen nach, indem man auf dieser Seite den Link selbst setzt.

Es ist, dass werden Sie jetzt schon gemerkt haben, etwas Mühsam, sich durch so lange Texte zu quälen. Lockern Sie die Texte mit Bildern und Videos auf – arbeiten Sie Multimedial!

Und ein letzter Tipp von mir: Verwenden Sie Hashtags. Diese sind nicht mehr nur was für Twitter, auch bei Facebook und auf Blogs lassen sich diese Ordnungsmerkmale unterbringen.

Dann dürfte es schon was werden!

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